Karnevalssamstag: Das Wetter hat gehalten, die Gäste haben ihre Versprechen gehalten und waren jot dropp, die Gulaschssuppe hat ihren Geschmack behalten und die Krapfen und Apfelküchlein haben nicht bis zum Schluß gehalten, also alles suuupi, nur was war dieses Jahr mit unserem Zoch? Der hat nix gehalten!
Auf der Ruhr, von der Höhe Eiscafe aus zu sehen, stand der Zug ständig in ca. 100 m Entfernung – warum? Dann kam die Antwort: die Gruppen, die nach einer solchen Lücke vorbeizogen tanzten nicht, lachten nicht, sangen nicht, warfen schon gar keine Kamelle, was taten sie bloß? Sie aßen Pizza !!!!! Sicherlich nett gemeint von der kleinen Pizzeria den Zugteilnehmern eine Stärkung anzubieten, wenn dann 2 Drittel der Aktiven pizzakauender Weise an einem vorbeilaufen gibt das aber richtigen Punktabzug. Die Gruppen waren dann auch größtenteils sehr auseinandergezogen und auch mit Ihren Kostümen nicht besonders einfallsreich. Schön und aufwändig war die Gastgruppe aus Bayenthal, die “Sonnenkinder”, und richtigen Spaß an der Freud hatten mal wieder die “Löstigen Wiever von St. Gereon” (Danke!).
Dann der Höhepunkt, der Wagen mit dem Dreigestirn der Altgemeinde Rodenkirchen. Uuuups, der Bauer hat wohl seinen Federbusch verloren, auf dem Kopf war er jedenfalls nicht. Vielleicht hat deshalb das Dreigestirn keine Miene verzogen und musste wegen des Verlustes so ernst dreinschauen, oder hat jemand fröhliche Gesichter gesehen?
Bis heute habe ich mit etlichen Freunden, Bekannten und Nachbarn über unseren – sonst für einen so kleinen Ort wie Weiss doch sehr schönen – Zug gesprochen und noch niemand war wirklich begeistert.
Kleine Geschichte noch am Rande:
Vor dem Eiscafe, Auf der Ruhr, trafen sich der Karnevalszug und ein Auto aus München. Fast konnte man meinen, sie hätten eine Verabredung gehabt. Dialog: Münchner “es war nicht abgesperrt” (aber alleine auf die Idee zu kommen durch die reichlich auf der Straße befindlichen Zuschauer zu fahren, ist an sich schon ein dickes Knöllchen wert!). Polizei “hier geht’s nicht weiter und umdrehen auch nicht”. Der Münchner wurde kurzerhand in der Einfahrt neben dem Eiscafe zwangsgeparkt. Die Zuschauer forderten singenderweise dazu auf, dem Bayern die Lederhose auszuziehen. Glück gehabt, ist keinem was passiert.